Wärmequellen
Woher die Wärme von morgen kommen kann.
01
Industrielle Abwärme
Wärme, die bei industriellen Prozessen ohnehin entsteht.
Statt ungenutzt an die Umgebung abgegeben zu werden, kann Prozesswärme – direkt oder über eine Wärmepumpe angehoben – in ein Wärmenetz eingespeist werden.
Der Chemiepark macht Abwärme zu einem regionalen Schlüsselthema. Wärme aus der thermischen Restabfallbehandlung wird bereits in das Netz der Bitterfelder Fernwärme GmbH eingespeist. Weitere Unternehmenspotenziale – etwa für Bitterfeld, Greppin und Thalheim – müssen nach Standort, Temperatur, zeitlicher und vertraglicher Verfügbarkeit sowie Wirtschaftlichkeit geprüft werden.
02
Abwasser- und Klärwerkswärme
Abwasser ist auch im Winter vergleichsweise warm.
Wärmetauscher entziehen dem Abwasser oder dem gereinigten Wasser Wärme; eine Großwärmepumpe hebt sie auf die für das Netz nötige Temperatur.
Für Wolfen-Nord wird Abwärme aus dem Gemeinschaftsklärwerk untersucht, für Greppin gilt Abwasserwärme als potenzielle Quelle.
03
Seethermie
Seen speichern Wärme aus Sonne und Umgebung.
Eine Großwärmepumpe nutzt die im Seewasser gespeicherte Wärme. Umweltverträglichkeit und Genehmigungen sind dabei zentrale Prüfpunkte.
Für Bitterfeld und Holzweißig wird Seewärme aus der Goitzsche untersucht.
04
Umweltwärme und Wärmepumpen
Wärmepumpen nutzen Wärme aus Luft, Erdreich oder Wasser.
Mit Strom wird Umweltwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau gebracht – im einzelnen Gebäude oder als Großwärmepumpe für ein Netz.
Wärmepumpen sind im Wärmeplan sowohl für Netze (etwa Wolfen-Nord) als auch für die dezentrale Versorgung relevant.
05
Solarthermie
Sonnenkollektoren erzeugen direkt Wärme.
Kollektorfelder erwärmen eine Trägerflüssigkeit; besonders im Sommer kann so Wärme für Netz und Speicher bereitgestellt werden.
Für Wolfen-Nord wird Solarthermie als Baustein untersucht.
06
Speicher und Power-to-Heat
Wärme speichern und Stromüberschüsse in Wärme umwandeln.
Große Wärmespeicher gleichen Erzeugung und Bedarf aus. Power-to-Heat wandelt Strom – etwa bei hohem Angebot erneuerbaren Stroms – in Wärme um.
Speicher und Power-to-Heat werden unter anderem für Wolfen-Nord untersucht.
07
Dezentrale Versorgung
Wo kein Wärmenetz geeignet ist, wird Gebäude für Gebäude versorgt.
Typische Lösungen sind Wärmepumpen oder andere gebäudeeigene Anlagen. Die richtige Lösung hängt vom einzelnen Gebäude ab – dafür braucht es eine qualifizierte Energieberatung.
Der Wärmeplan weist Gebiete aus, in denen ein Wärmenetz voraussichtlich nicht geeignet ist. Welche Gebiete das sind, zeigt die offizielle Karte der Stadt.
Quellen
- Kommunaler Wärmeplan Bitterfeld-Wolfen – BerichtStadt Bitterfeld-Wolfen · Dokument (PDF) · Teilplanung Bitterfeld-Wolfen der interkommunalen Wärmeplanung.(öffnet in neuem Tab)
- Bericht zu interkommunalen SynergiepotenzialenStadt Bitterfeld-Wolfen · Dokument (PDF)(öffnet in neuem Tab)
- Thermische Restabfallbehandlungsanlage BitterfeldDanpower · Webseite(öffnet in neuem Tab)